Bericht zur

Jahresversammlung des Netzwerk BE

fand statt am
Dienstag 14.05.2019

19 Uhr

Kulturzentrum am Münster

Wessenbergstraße 43, Konstanz


(für eine Vergrößerung der Fotos:

einfach draufklicken !)

Wir hatten ein buntes Programm für die Jahresversammlung zusammengestellt, an dem neben Mitgliedern des Netzwerks auch Interessierte herzlich willkommen waren:

  • Gemeinsam stark:
    Spiel zum Gemeinwohl von Dorit Binder und Dominik Böhringer
  • Ein Plus durch Vernetzung:
    Rückblick auf das letzte Jahr
  • Gemeinwohl gestalten:
    Wohin sich das Netzwerk entwickeln möchte
  • Spaziergänge, Rhein-Putzete & Chorgesang:
    Gemeinsame Aktionen zur Woche des Engagements im Herbst

Jahresversammlung am 14. Mai 2019:

 

Das Netzwerk blickt auf sein vierjähriges Bestehen zurück und plant mehrere Aktionen für den kommenden September

 

Locker wie gewohnt verlief die Jahresversammlung. Schließlich ist das Netzwerk kein Verein, und so entfallen auch die meist ungeliebten Formalia der Jahresversammlungen eingetragener Vereine.

 

Renate Sandmann vom Steuerungskreis begrüßte die Anwesenden und führte auch weiterhin durch den Abend.

 

Gleich zu Beginn waren die rund 40 anwesenden Vertreter*innen der unterschiedlichsten Vereinigungen aufgerufen, eine Gemeinwohl-Pyramide aufzubauen: Dorit Binder und Dominik Böhringen von der Gemeinwohl-Ökonomie stellten 40 Pappkartons bereit. Auf jeden sollte ein Begriff geschrieben werden, der bedeutsam für das Gemeinwohl ist. Als Symbol für das Gemeinwohl musste während des Pyramidenbaus immer ein „Kopf“ (eine Kugel mit der Aufschrift "Gemeinwohl") auf der jeweils höchsten Stufe thronen – und so wuchs mit jedem Begriff auf einem Karton das Gemeinwohl in die Höhe.

 

Benni Paehlke vom Steuerungskreis betonte anschließend: Der Begriff „Gemeinwohl“ ist zentral für die Vision des Netzwerks Bürgerengagement von einer idealen Gesellschaft. Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft sollen kooperieren und sich am Wohl Aller orientieren.

 

Einzelne Mitglieder des Steuerungskreises blickten anschließend auf die wesentlichen Leistungen und Erfolge des vergangenen, aber auch der vorangegangenen Jahre zurück:

 

Manfred Winter sprach über die Bedeutung von öffentlichkeitswirksamen Aktionen. Jährlich während der bundesweiten „Woche des bürgerschaftlichen Engagements“ trat und tritt weiterhin das Netzwerk mit interessanten Aktionen in die Öffentlichkeit, um die Bedeutung des Engagements für die Zivilgesellschaft zu betonen sowie weitere Menschen zu ermuntern, sich ehrenamtlich zu engagieren. Der Steuerungskreis ist zuversichtlich, dass zukünftig die örtliche Presse dieses Anliegen deutlicher aufgreift.

 

Die „Hocks“, zu denen die Netzwerkmitglieder drei Mal jährlich eingeladen sind, sind bedeutsam für das gegenseitige Kennenlernen, wie Sylva Heinzler betonte. Die Vereine können durch die Ideen Anderer inspiriert werden, oder es können Kooperationen angebahnt werden. So griff zum Beispiel die Spitalstiftung die Gemeinwohlökonomie-Matrix zur Beurteilung des eigenen Handelns auf.

 

Benni Paehlke rief dazu auf, die Homepage des Netzwerks, die vor einigen Monaten fertiggestellt wurde, zur Information über das Geschehen im Netzwerk zu nutzen.

 

Über das Projekt zur Unterstützung von Jugendlichen, das Engagierte aus dem Netzwerk in den vergangenen Jahren durchgeführt haben, berichtete Sylva Heinzler. Dabei geht es darum, Jugendlichen durch Praktika Einblicke in das Leben außerhalb von Elternhaus und Schule zu ermöglichen. Durch eine zeitweise Mitarbeit in einem Verein können Jugendliche Fähigkeiten („soft skills“) entwickeln, die ihre Persönlichkeit stärken. Durch Praktika in Betrieben erhalten sie zudem Einblicke in die Berufswelt. In zwei Broschüren werden die Vereine bzw. Betriebe vorgestellt, die angeleitete Praktika ermöglichen.

 

Der Steuerungskreis hat einen schriftlichen Bericht über die Arbeit der Jahre 2015 bis 2018 erstellt. Den Anwesenden wurde der Bericht in schriftlicher Form persönlich übergeben; er wird auch den Mitgliedern des Gemeinderats zugestellt. Auf der Homepage des Netzwerks kann er ebenfalls eingesehen werden.

 

Nächster Tagesordnungspunkt war die „Wahl“ eines neuen Steuerungskreises, die alle zwei Jahre erfolgt. Karl-Ulrich Schaible rief die Anwesenden auf, sich zur Verfügung zu stellen, und wies zusammen mit Sylva Heinzler auf das gute Arbeitsklima innerhalb des Steuerungskreises hin. Spontan erklärte sich Wolfgang Winter von der neuen Initiative „Gesund im Alter“ zur Mitarbeit bereit. Die bisherigen fünf Mitglieder des Steuerungskreises erklärten ihre Bereitschaft, weiter mitzuarbeiten.

 

Katharina Desprez, derzeit Praktikantin beim städtischen Beauftragten für Bürgerbeteiligung und Bürgerengagement, führte die kurze Wahl per Akklamation durch mit dem Ergebnis, dass der nun sechsköpfige Steuerungskreis einstimmig bestätigt wurde.

 

Es folgte der Ausblick auf die geplanten Aktionen während der Woche des bürgerschaftlichen Engagements vom 13. bis 22. September:

 

Am Samstag den 14. September sollen sich möglichst viele Vereine am „Rhine-clean-up“ (Rheinputzete auf Konschtanzerisch) beteiligen und das Bodensee- und Rheinufer von Müll befreien.

 

Am Donnerstag den 19. September um 19.00 Uhr dankt der Spotlight-Chor allen freiwillig Engagierten mit einem Gratis-Konzert im Wolkensteinsaal.

 

Am 20. und 21. September finden „Engagement-Spaziergänge“ im Stadtteil Paradies statt: Engagementbereite Personen können während eines Spaziergangs fünf verschiedene Einrichtungen bzw. Vereine kennenlernen.

 

Und am Samstag den 21. September von 12.00 bis 22.00 Uhr findet wieder das „Fest für eine bunte und faire Welt“ im Stadtgarten statt. Der Veranstalter, der Interessenkreis Stadtplan Zukunft unter der Leitung von Didi Messmer, sucht noch weitere Initiativen und Einzelakteure, die sich beteiligen.

 

Der Steuerungskreis ruft die Mitgliedsvereine auf, weitere öffentlichkeitswirksame Aktivitäten innerhalb der Woche zu planen, und wird dann alle geplanten Vorhaben mittels Flyern und Pressemitteilungen veröffentlichen.

 

Nach anderthalb Stunden endete der offizielle Teil, und die Versammelten nutzten die Zeit, um bei Getränken und von Renate Sandmann und Sylva Heinzler gebackenen süßen und herzhaften Häppchen Gespräche zu führen.

 

Manfred Winter